Sussi Hodel (FDP, neu) (Nationalrat)

Vorname/Name: Sussi Hodel
Partei: FDP
Beruf: Unternehmerin & Kunstschaffende

Verhältnis Schweiz - EU
Wie soll die Schweiz ihr Verhältnis zur EU weiterentwickeln, um ihre wirtschaftlichen Interessen optimal zu wahren?

Die Schweiz verhandelt seit fünf Jahren mit der EU und will mit dem Institutionellen Abkommen eine dynamische Komponente zur Vermeidung von ungleichen Rechtsentwicklungen einführen. Nun streiten wir über den Lohnschutz. Mit den flankierenden Massnahmen verfügen wir bereits über eine Regelung der „Mindestlöhne“. Bei Nicht-Abschluss ist das Risiko hoch, dass der bisherige Zugang zum EU-Binnenmarkt für Schweizer Unternehmen erodiert. Der bilaterale Weg ist deshalb konsequent weiterzuentwickeln.

Steuerpolitik und Föderalismus
Wie stehen Sie zur Einschränkung des Steuerwettbewerbs zwischen den Kantonen?
Wie soll die Schweiz ihr Steuersystem weiterentwickeln?
Braucht es neue Steuern wie eine digitale Sondersteuer?

Linke Politiker sprechen gerne vom ruinösen Steuerwettbewerb. Vergessen wird, für Gemeinden resp. Kantone bestehen kaum Anreize am Steuerwettbewerb teilzunehmen (interkantonaler resp. nationaler Finanzausgleich). Daher gilt es Anreizsysteme für Steuerfusssenkungen oder Investitionen in die Attraktivität einer Gemeinde resp. Kantons konsequent auszubauen. Für eine digitale Sondersteuer braucht es eine internationale Lösung. Deshalb sollten wir den Schlussbericht des OECD-BEPS-Programm abwarten.

Altersvorsorge und Rentenalter
Wie soll die Schweiz die Altersvorsorge inskünftig finanzieren und organisieren?
Welches Rentenalter soll zukünftig gelten?

Aufgrund des demografischen Wandels besteht dringender Handlungsbedarf. Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich an. Bundesrat Alain Berset hat auf die Ausweitung der Finanzflüsse gesetzt, statt auf echte Strukturreformen. Wir benötigen ein gleiches Referenzalter für Mann und Frau sowie ein flexibles Rentenalter, denn Gesundheit und Fitness der Menschen sind sehr unterschiedlich. Ferner braucht es eine Untergrenze sowie einen Mechanismus, der die steigende Lebenserwartung berücksichtigt

Freihandel und Landwirtschaft
Wie kann die Schweiz Exportförderung und einen angemessenen Schutz der Landwirtschaft unter einen Hut bringen?

Wir sind international stark verflochten und auf freie Marktzugänge angewiesen. Abkommen basieren auf Gegenseitigkeit und letztlich müssen wir unsere Agrarpolitik anpassen. Diese soll weiterhin  Schweizer Qualitätserfordernissen und Biodiversität gerecht werden, jedoch sind auf strukturerhaltende Transfers und Absatzförderung zu verzichten sowie Regulierung abzubauen. Unsere Schweizer Bauern waren stets innovativ und produktiv, weshalb ich einer Öffnung des Agrarmarktes positiv gegenüberstehe.

Wirtschaftsstandort Zug: Interessenvertretung in Bern
Welches sind die konkreten Anliegen, welche Sie für den Wirtschaftsstandort Zug, die Zuger Unternehmen und Arbeitsplätze in Bern einbringen möchten?

Meine konkreten Anliegen als IT-Unternehmerin und Kunstschaffende sind Zukunftsthemen wie Urbanisierung, demografische Veränderungen, Kulturpolitik, Klimawandel und neue Technologien. Als Familienfrau mache ich mich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark. Es wird Massnahmen brauchen, um Arbeitskräfte über 50 Jahren im Arbeitsmarkt zu halten. Zudem setze ich mich für die Aufwertung der Berufsbildung ein. Die Berufslehre ist der Königsweg, um den Fachkräftemangel zu vermindern.

www.shodel.ch

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