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Zurück 19.06.2018

Mausefallen-Autos am Grand Prix Zug

Ausserschulische Bildungsangebote sind als handlungsorientierte Zugänge – etwa zu Technik und Naturwissenschaften – bedeutsam. Mit dem Projekt Grand Prix Zug will das Tüftellabor Einstein Zug in Kooperation mit Faszination Technik ein Mausefallenrennen aufbauen. Dies als vielseitigen Technikförderanlass für Primarschulen im Kanton Zug.

Mausefallenrennen sind Wettbewerbe, bei denen Schülerinnen und Schüler selbstkonstruierte Fahrzeuge gegeneinander antreten lassen, die von handelsüblichen Mausefallen angetrieben werden. Ziel ist es dabei, eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Das Projekt Grand Prix Zug gliedert sich in zwei Projektphasen, wobei die erste bereits abgeschlossen ist.

Januar 2018, Phase I: Insgesamt vier Schulklassen konstruierten unter der Leitung von erfahrenen Laborcoaches Mausefallenautos. Ausgehend von einer ganz klassischen Mausefalle aus Holz wurde ein Fahrzeug in Leichtbauweise konstruiert. Die Mausefalle dient als Antrieb und bildet somit den mechanischen Motor des Vehikels.

Bilder dazu unter diesem Link.

September 2018, Projektphase II: Das Tüftellabor Zug weitet das erprobte und viel versprechende Technikangebot auf weitere Schulgemeinden aus. Jede Schulklasse besucht einen eintägigen Workshop zum Bau eines Mausefallenautos. Nach Abschluss dieses Werkstatt-Tages haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, während der Freizeit ihre Fahrzeuge im Tüftellabor zu verfeinern. Jede Klasse führt mit den Mausefallenautos ein eigenes Rennen durch, um jene Fahrzeuge zu ermitteln, die am kantonalen Rennen die Schulklasse oder die Schule vertreten. Im Anschluss daran kann zwischen den zehn teilnehmenden Klassen ein Schlusswettbewerb für zusätzlichen Spass sorgen – dem Grand Prix Zug, wo die Fahrzeuge zum Distanzrennen gegeneinander antreten.

Lernende in Tüftelworkshops

Als sekundäre Zielgruppe im Projekt Grand Prix Zug sollen Lernende technischer Berufe mit der Begleitung der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Aufgabe übernehmen. Sie leiten und begleiten die Tüftlerinnen und Tüftler bei der handwerklichen Arbeit und geben ihr Knowhow weiter, indem sie ihre erlernten technischen Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und Anregungen und Ideen vermitteln. Sie wirken dabei auch als Vorbilder und Rollenmodelle und bieten Berufsinformationen aus erster Hand. Der direkte Kontakt mit Lernenden erhöht die Motivation der Schülerinnen und Schüler, sich für technische Berufe und deren Ausbildungsgänge zu interessieren. Verschiedene Studien zeigen, dass Vorbilder die Wahl eines technischen Berufs positiv beeinflussen.

Durch den Einsatz im Tüftelworkshop können die Lernenden ihre Sozialkompetenz erweitern, unter anderem in Bezug auf ihre Empathie sowie ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten. Die Lernenden sind im Workshop gefordert, die Schülerinnen und Schüler klar anzuleiten, gewisse Arbeitsschritte zu überwachen und zu kontrollieren sowie bei Schwierigkeiten Unterstützung zu leisten.

Wertvolle Kompetenzen erwerben

Die Begleitung von Schülerinnen und Schülern ermöglicht den Lernenden einen wichtigen Perspektivenwechsel – von der Sicht des Lernenden hin zur Sicht des Lehrenden. Dadurch werden die Reflexion der eigenen Lernsituation im Betrieb und das persönliche Verhalten in der Ausbildung gefördert. Die Empathie für die Berufsbildenden nimmt zu.

Diese vielfältigen Aufgaben und Funktionen tragen zur Stärkung der Selbstwahrnehmung und des Selbstvertrauens sowie der Sozialkompetenz der Lernenden bei.

Laborcoaches gesucht

Damit diese den Einsatz als erfolgreiche und wertvolle Erfahrung erleben können, ist eine gezielte Vorbereitung auf die bevorstehenden Aufgaben wichtig. Dabei wird nicht nur auf die handwerklichen und technischen Elemente des Workshops fokussiert. Die methodischen und pädagogischen Aspekte werden ebenso herausgegriffen und besprochen.

Für die Projektphase II im September suchen wir Lernende, die während eines Tages als Laborcoaches im Tüftellabor mithelfen. Wollen Sie auch einen Teil zur MINT-Förderung beitragen? Gönnen Sie Ihren Lernenden einen Motivationsschub und geben Sie ihnen die Chance, während eines Tages bei diesem lehrreichen Projekt mitzuwirken!

Kontakt:
Hans A. Waser 079 340 38 90
Tüftellabor Einstein Zug, www.tueftellaborzug.ch
Sandra Hochspach 041 544 77 07
Faszination Technik, c/o bildxzug, www.faszinationtechnik.ch

Sandra Hochspach
Impulsprogramm Faszination Technik

Johny Padua
Tüftellabor Einstein Zug, Projekt Grand Prix Zug

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