Newsletter - Detail

Zurück 19.06.2018

Basistunnel - für die Wirtschaft zentral

Mehr, schnellere und neue Verbindungen – der Zimmerberg-Basistunnel 2 verbessert zusammen mit dem Durchgangsbahnhof Luzern das Bahnangebot im Metropolitanraum Zürich und im Wirtschaftsraum Zentralschweiz markant. Die Zentralschweiz setzt sich beim Bund denn auch mit vereinten Kräften dafür ein, dass die beiden Projekte im nächsten Bahnausbauschritt berücksichtigt werden.

Die Mobilität in der Schweiz wächst – insbesondere der öffentliche Verkehr. Gemäss Prognosen des Bundes nimmt der öffentliche Personenverkehr bis 2040 um über 50 Prozent zu, der motorisierte Individualverkehr um knapp 20 Prozent. Auch der Güterverkehr wächst: auf der Schiene um 45 Prozent, auf der Strasse um rund 30 Prozent. Die wichtigsten Treiber des Mobilitätswachstums sind die Bevölkerungsentwicklung und das Wirtschaftswachstum. Sie sorgen für 28 bzw. 46 Prozent mehr Mobilität.

In der Zentralschweiz sieht das Wachstumsszenario ähnlich aus. Die Bevölkerungszunahme bis 2035 korrespondiert mit dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von rund 18 Prozent; in Zug ist das Wachstum mit rund 20 Prozent sogar stärker (Quelle: Bundesamt für Statistik, 2016). Die Mobilität nimmt analog zum gesamtschweizerischen Trend zu: im ÖV um rund 40 Prozent, im motorisierten Individualverkehr um rund 20 Prozent bis 2035.

Die Prognosen knüpfen an die bisherige ÖV-Entwicklung in der Zentralschweiz an. Auf der Strecke Zug–Zürich etwa wuchs die Bahnmobilität markant. Allein der Regionalverkehr hat hier in den letzten drei Jahren um 140 Prozent zugelegt (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug).

Zentralschweiz ist bereit

Angesichts des massiven ÖV-Wachstums sind zukunftsfähige Konzepte gefragt. Mit dem Zimmerberg-Basistunnel 2 und dem Durchgangsbahnhof Luzern hat die Zentralschweiz zwei optimal aufeinander abgestimmte Projekte am Start, von denen nicht nur die Region, sondern die ganze Schweiz profitiert.

Die Zentralschweiz setzt sich beim Bund deshalb mit vereinten Kräften dafür ein, dass der Zimmerberg-Basistunnel 2 und der Durchgangsbahnhof im nächsten Bahnausbauschritt berücksichtigt werden. Dieser wird voraussichtlich ab 2019 vom Bundesparlament beraten. Um ihre Forderungen – insbesondere im parlamentarischen Prozess – sichtbar zu machen, haben die Zentralschweizer Kantone eine gemeinsame Kampagne gestartet.

Investition in Metropolitanraum Zürich

Der Zimmerberg-Basistunnel 2 verbessert das Angebot auf den Strecken Luzern–Zug–Zürich und Uri–Schwyz–Zug–Zürich signifikant. Er ist damit eine Investition in den Metropolitanraum Zürich, den stärksten Wirtschaftsraum der Schweiz.

Der Basistunnel 2 ermöglicht zwischen Zug und Zürich bis zu zehn Züge pro Stunde und Richtung und reduziert die Fahrzeiten: von Luzern nach Zürich auf 38 Minuten (bisher 45 Minuten) und von Zug nach Zürich auf 16 Minuten (bisher 21 Minuten). Er vergrössert das Angebot überdies in der ganzen Zentralschweiz – zum Beispiel mit einem halbstündlichen Regio-Express zwischen Luzern/Ebikon, Zug und Zürich. Das heisst: Grosse Zentren wie Ebikon (20’000 Einwohner/Arbeitsplätze), Rotkreuz (20’000 Einwohner/Arbeitsplätze), Cham (25’000 Einwohner/Arbeitsplätze) oder Baar (45’000 Einwohner/Arbeitsplätze) werden neu bzw. noch besser mit Schnellzügen erschlossen.

Powerplay mit Durchgangsbahnhof Luzern

Zusammen mit dem Durchgangsbahnhof Luzern verbessert der Zimmerberg-Basistunnel 2 das Angebot auf dem schweizerischen Schienennetz zusätzlich. Die beiden Projekte reduzieren die Fahrzeiten entlang der Achsen Sursee–Luzern–Zug–Zürich und Basel/Bern–Luzern–Lugano und ermöglichen neue Direktverbindungen – etwa Zug–Bern oder Rotkreuz–Basel.

Zwischen Luzern und Zürich sorgen Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof für bis zu sechs Fernverkehrsverbindungen pro Stunde und Richtung – heute sind es zwei. Hinzu kommen vier S-Bahnen auf der Strecke Luzern–Rotkreuz – zwei mehr als heute. Die beiden Projekte senken die Fahrzeit zwischen Luzern und Zürich zudem auf gerade noch knapp 35 Minuten. Von Luzern bis zum Flughafen Zürich dauert die Fahrt künftig noch rund 50 Minuten. Die gesammelten Fahrzeitgewinne haben einen volkswirtschaftlichen Wert von 80 bis 110 Millionen Franken jährlich (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug).

Zimmerberg-Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof sorgen für mehr, schnellere und neue Verbindungen. Davon profitiert sowohl der Metropolitanraum Zürich als auch der wettbewerbsfähige Wirtschaftsraum Zentralschweiz – und also die ganze Schweiz.

Was ist der Zimmerberg-Basistunnel 2?

Der Zimmerberg-Basistunnel 2 ist ein rund 11 Kilometer langer Doppelspur-Tunnel zwischen Baar und Thalwil, genauer zwischen Litti ZG und Nidelbad ZH. Die neue Verbindung löst im Fernverkehr die über weite Teile einspurige Stammlinie zwischen Baar und Thalwil ab.

Das Projekt ist im Richtplan sowohl des Kantons Zug als auch des Kantons Zürich festgehalten, ebenso im Sachplan Verkehr des Bundes. Der SBB-Korridorrahmenplan Zentralschweiz erachtet den Zimmerberg-Basistunnel 2 zudem als zentrales Vorhaben zur Weiterentwicklung des Schienenverkehrs im Raum Zug. Auch die Zentralschweizer Regierungskonferenz und die Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs haben den Zimmerberg-Basistunnel 2 – neben dem Durchgangsbahnhof Luzern – als strategisches Projekt deklariert, das raschmöglichst realisiert werden muss.

Nicht zuletzt wurde der Zimmerberg-Basistunnel 2 bereits dreimal vom Souverän gutgeheissen – bei den Volksabstimmungen zur Neat (1992), zum FinöV-Fonds (1998) und zu Fabi (2014).

Weitere Informationen: es-wird-eng.ch


Mirija Weber
Kommunikationsverantwortliche
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement, Kanton Luzern

Newsletter abonnieren

Informiert sein

Wir informieren Sie regelmässig über die Aktivitäten der Zuger Wirtschaftskammer und nehmen Stellung zu aktuellen Themen aus Politik und Wirtschaft.

Newsletter abonnieren

Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung der Website zu ermöglichen. Indem Sie diesen Hinweis schliessen oder mit dem Besuch der Seite fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.