Newsletter - Detail

Zurück 18.01.2018

Gesundheitswesen im Umbruch

Wie bedeutend sind Life Sciences für den Wirtschaftsstandort Zug? Und welches sind die Trends im Gesundheitswesen? Dies diskutierten Vorstandsmitglieder der Zuger Wirtschaftskammer mit Zuger Kantonsrätinnen und Kantonsräten.

Zwei Mal pro Jahr treffen sich Vertreterinnen und Vertreter des Vorstands der Zuger Wirtschaftskammer mit Zuger Kantonsrätinnen und Kantonsräten zu einem informellen Austausch über ein aktuelles wirtschaftspolitisches Thema.

Im November 2017 stand das Thema «Gesundheitswesen der Zukunft» im Mittelpunkt des Gesprächs. Die beiden Vorstandsmitglieder Annette Luther, General Manager Roche Diagnostics International Ltd, und Olaf Weppner, General Manager AbbVie AG, führten in die Thematik ein. Sie gaben den Vertreterinnen und Vertretern des Zuger Kantonsrats einen Überblick über die Trends im Gesundheitswesen und in der Gesundheitsversorgung. Ebenso zeigten sie die grosse Bedeutung der Life-Science-Industrie für den Standort Zug auf.

Grosse Bedeutung der Life Sciences1 im Kanton Zug:

  • 250 Unternehmen
  • 6’700 Mitarbeitende (sieben Prozent aller Beschäftigten im Kanton Zug)
  • 50 Prozent aller Exporte des Kantons Zug sind Life-Science-Produkte

Prognose: Die Branche wird weiter wachsen und an Bedeutung gewinnen.
1Life Sciences umfasst die Bereiche Pharma, Biotechnologie, Agrochemie und Medizintechnik.

Gesundheitswesen der Zukunft:

  • Das Gesundheitswesen steht vor grossen Herausforderungen:
    Steigende Kosten, alternde Bevölkerung, Zunahme von chronischen Erkrankungen.
  • Der technische Fortschritt revolutioniert die Medizintechnik (z.B. durch 3D-Druck und Genetik) und macht aus ehemals tödlichen Krankheiten chronische.
  • Die Digitalisierung macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht halt. Prozesse werden automatisiert. Die Qualität von Entscheidungen wird erhöht.
  • Big Data: Die Digitalisierung produziert enorme Mengen von Daten, welche Möglichkeiten für eine intelligentere Patientenbetreuung bieten.
  • Die Behandlungsmethoden verändern sich: weg von der Behandlung für alle, hin zu massgeschneiderten, individuellen Therapien.
  • Neue Anbieter kommen auf den Markt.

An der anschliessenden Diskussion beteiligten sich auch Christof Gügler, Gesundheitsökonom der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug, Dr. Matthias Winistörfer, Direktor der Zuger Kantonsspital AG und Dr. Daniel Liedtke, COO der Hirslanden AG.

Die Diskussion verlief äusserst spannend. Dabei ging es um Fragen zu den Grenzen der Medizin, zur Finanzierung des Gesundheitswesens, zu den Auswirkungen der Digitalisierung, zum technischen Fortschritt und zur Marktwirtschaft.

Fazit: Wir befinden uns mitten im Prozess der Veränderung. Wohin dieser uns führt, sehen wir in einigen Jahren. Wir von der Zuger Wirtschaftskammer werden diesen Prozess engagiert mitgestalten.

Tanja Süssmeier
Geschäftsstellenleiterin
Zuger Wirtschaftskammer

Newsletter abonnieren

Informiert sein

Wir informieren Sie regelmässig über die Aktivitäten der Zuger Wirtschaftskammer und nehmen Stellung zu aktuellen Themen aus Politik und Wirtschaft.

Newsletter abonnieren

Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung der Website zu ermöglichen. Indem Sie diesen Hinweis schliessen oder mit dem Besuch der Seite fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.