Newsletter - Detail

Zurück 18.01.2018

Bau von Hochhäusern klar geregelt

Die Stadt Zug entwickelt sich baulich kontinuierlich weiter. Dies ist ein Abbild des prosperierenden Wirtschaftsstandorts. Einhergehend mit dem Wachstum an Arbeitsplätzen nimmt auch die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stetig zu. Dies ist von grosser Bedeutung, sollen die vielen Berufstätigen im Raum Zug doch verstärkt die Möglichkeit erhalten, auch hier zu wohnen.

Die Kleinstadt Zug wird langsam aber sicher urbaner. Ein Abbild davon ist der Bau von Hochhäusern, wobei zurzeit insbesondere Wohnbauten im Vordergrund stehen. Aktuell gibt es in der Stadt Zug über 50 Hochhäuser, die mehrheitlich aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammen.

Der Bau von Hochhäusern ist bis heute nicht klar geregelt. Es existieren nur einzelne Vorschriften im kantonalen Richtplan, im Hochhausleitbild und in der Bauordnung der Stadt Zug. Für die Rechts- und Planungssicherheit in der Stadt Zug ist es von Bedeutung, grundeigentümerverbindliche Festlegungen zu schaffen. Dies erfolgt mit dem vorliegenden Reglement. Planungssicherheit und Rechtssicherheit können nicht hoch genug gewichtet werden. Die Stadt Zug will eine verlässliche Partnerin für die Planer und Bauherren sein. Sie will aber auch klare Vorstellungen haben und Leitplanken aufstellen, wie sich die Stadt zum Wohle aller entwickeln kann. Ein Bestandteil ist das Hochhausreglement. Leitbilder, Konzepte und Visionen sind heute nicht mehr ausreichend, es braucht eine verlässliche und grundeigentümerverbindliche Gesetzgebung.

Grundlage ist ein Wettbewerb

Ein zentraler Aspekt des Reglements besteht darin, dass für die Planung beziehungsweise den Bau eines Hochhauses immer ein Wettbewerb beziehungsweise ein Variantenstudium durchzuführen ist. Dieser Wettbewerb soll aufzeigen, welches vom städtebaulichen Aspekt betrachtet das beste Projekt ist. Jedes Hochhausprojekt braucht zudem einen Bebauungsplan. Dieser wird auch in Zukunft dem Grossen Gemeinderat unterbreitet und unterliegt dem Referendum. Somit kann die Bevölkerung bei jedem Hochhausprojekt mitentscheiden.

Keine Zersiedelung

Das Hochhausreglement basiert auf umfangreichen Vorarbeiten, die bis ins Jahr 2002 zurückreichen. Das Reglement legt parzellenscharf fest, in welchen Gebieten der Stadt in Zukunft wie hoch gebaut werden kann. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Areale innerhalb der Verdichtungsgebiete. Damit wird der klare Entscheid der Zuger Bevölkerung zum nationalen Raumplanungsgesetz vom 3. März 2013 (in der Stadt Zug betrug die Zustimmung 74,6 Prozent, in der Schweiz 63 Prozent) gegen eine weitere Zersiedelung der Landschaft umgesetzt. Die verdichtete Entwicklung der Stadt Zug lässt sich in einem klar begrenzten räumlichen beziehungsweise innerstädtischen Rahmen abwickeln.

Rücksicht auf gewachsene Struktur

Bis anhin waren Hochhäuser grundsätzlich auf dem gesamten Stadtgebiet zulässig. Die im neuen Reglement festgehaltenen Hochhauszonen erweitern die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten in den Verdichtungsgebieten. Die übrigen Gebiete der Stadt Zug hingegen eignen sich für Hochhäuser nicht; sie können gemäss Regelbauweise bebaut werden. Damit nimmt das Reglement Rücksicht auf die gewachsene Struktur der Stadt Zug. Diese zeichnet sich aus durch ihre Kleinteiligkeit und Massstäblichkeit. Die Quartiere und Strassenzüge sind deutlich differenziert. Diese Zuger Identität gilt es bei der Weiterentwicklung der Stadt zu wahren.

Die Stadt Zug ist ein guter Standort für eine weitere prosperierende Entwicklung. Mit dem grundeigentümerverbindlichen Hochhausreglement wurde eine wichtige Weiche gestellt, dass sich der V-ZUG-Technologiecluster, die Baarerstrasse/Zugerstrasse, das L&G-Areal und die äussere Lorzenallmend entwickeln können. Das ist wichtig für die Stadt Zug, für den Kanton und auch für alle Zugerinnen und Zuger. Nun ist man gewappnet für die zukünftige Entwicklung!

Adrian Risi
Vorstandsmitglied
Zuger Wirtschaftskammer

Newsletter abonnieren

Informiert sein

Wir informieren Sie regelmässig über die Aktivitäten der Zuger Wirtschaftskammer und nehmen Stellung zu aktuellen Themen aus Politik und Wirtschaft.

Newsletter abonnieren

Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung der Website zu ermöglichen. Indem Sie diesen Hinweis schliessen oder mit dem Besuch der Seite fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.