Wahlen

Am Sonntag, 7. Oktober 2018, finden im Kanton Zug Gesamterneuerungswahlen statt. Gewählt werden die Regierungsräte, die Kantonsräte, die Gemeinderäte und -präsidien sowie die gemeindlichen Rechnungsprüfungskommissionen.

Zwei Frauen und acht Männer bewerben sich um einen der sieben Sitze im Zuger Regierungsrat. Es sind dies die bisherigen Martin Pfister (CVP), Stephan Schleiss (SVP), Heinz Tännler (SVP), Beat Villiger (CVP) und die neu antretenden Barbara Gysel (SP), Andreas Hostettler (FDP), Andreas Hürlimann (ALG), Daniel Stadlin (GLP), Silvia Thalmann-Gut (CVP) und Florian Weber (FDP).

Manuela Weichelt-Picard (ALG), Urs Hürlimann (FDP) und Matthias Michel (FDP) stehen für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung.

Die Zuger Wirtschaftskammer hat den Regierungsratskandidatinnen und -kandidaten die Gelegenheit gegeben, auf fünf Fragen zu relevanten Wirtschaftsthemen Stellung zu nehmen. Ebenfalls befragt wurden die Parteipräsidien.

Erfahren Sie von den Kandidatinnen und Kandidaten, wie sie Zug als Wirtschaftsstandort weiterbringen möchten und welche Themen ihnen besonders am Herzen liegen.

Die Zuger Wirtschaftskammer gibt keine Wahlempfehlung ab. Die Antworten sollen Sie dabei unterstützen, eine wirtschaftsfreundliche Wahl zu treffen.

Für eine starke Zuger Wirtschaft und eine starke Zuger Regierung.

Marktzugang

Viele Zuger Unternehmen sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf internationale Märkte ausgerichtet. Davon profitieren auch Firmen mit lokalem Fokus. Für die Wirtschaft sind offene Märkte bzw. ein freier Zugang zu den Absatzmärkten essentiell. Über 50% aller Schweizer Exporte gehen in die EU. Die Bilateralen Verträge haben den Marktzugang zur EU stark vereinfacht. Aufgrund ver­schiedener politischer Vorstösse wie der Selbstbestimmungs- oder der Kündigungsinitiative steht die Beziehung Schweiz – EU immer wieder unter Druck. Aktuell verhandelt der Bund mit der EU über ein institutionelles Rahmenabkommen. Weiter sollen mit anderen Regionen zusätzliche Freihandelsabkommen abgeschlossen und bestehende verbessert werden.

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Standortpolitik

Den wirtschaftlichen Erfolg verdankt der Kanton Zug einer langfristigen, wirtschaftsfreundlichen Entwicklungsstrategie. Dies ist mit ein Grund, weshalb Zug heute zu den attraktivsten Wirtschaftsstand­orten, Arbeitsorten und Lebensräumen der Schweiz zählt.

Wo würden Sie als Regierungsrätin / Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Steuern

Nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform III im Februar 2017 lancierte der Bundesrat die Steuervorlage 17 (SV17). Die SV17 führt zu einem Umbau des Unternehmenssteuerrechts, weil es nicht mehr internationalen Standards und Erwartungen entspricht. Der politische Prozess für die kantonale Umsetzung der SV17 hat begonnen. Der Kantonsrat berät das Geschäft voraussichtlich im Frühling 2019. In Kraft treten soll die Vorlage per 1. Januar 2020.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Infrastruktur

Die Zentralschweizer Kantone, so auch der Kanton Zug, setzen sich für die rasche Realisierung des Zimmerberg-Basistunnels 2 sowie des Durchgangsbahnhofs Luzern ein. Die beiden Mobilitätsprojekte sind Gegenstand des Bahnausbauschritts 2030/35, über den das Bundesparlament voraussichtlich im Frühling 2019 befindet. Der Zimmerberg-Basistunnel 2 sorgt auf der Achse Zürich–Zug–Luzern für deutlich mehr und schnellere Bahnverbindungen. Auch Zuger Unternehmen investieren in Zug erhebliche Mittel in neue Infrastruktur (Produktionsstandorte, Cyber Security, F+E Zentren).

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Schwerpunkte

Jede Person hat aufgrund ihrer Erfahrungen und Prägungen unterschiedliche Interessen und setzt deshalb auch in unterschiedlichen Bereichen Prioritäten.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Marktzugang

Viele Zuger Unternehmen sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf internationale Märkte ausgerichtet. Davon profitieren auch Firmen mit lokalem Fokus. Für die Wirtschaft sind offene Märkte bzw. ein freier Zugang zu den Absatzmärkten essentiell. Über 50% aller Schweizer Exporte gehen in die EU. Die Bilateralen Verträge haben den Marktzugang zur EU stark vereinfacht. Aufgrund ver­schiedener politischer Vorstösse wie der Selbstbestimmungs- oder der Kündigungsinitiative steht die Beziehung Schweiz – EU immer wieder unter Druck. Aktuell verhandelt der Bund mit der EU über ein institutionelles Rahmenabkommen. Weiter sollen mit anderen Regionen zusätzliche Freihandelsabkommen abgeschlossen und bestehende verbessert werden.

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?
 

Standortpolitik

Den wirtschaftlichen Erfolg verdankt der Kanton Zug einer langfristigen, wirtschaftsfreundlichen Entwicklungsstrategie. Dies ist mit ein Grund, weshalb Zug heute zu den attraktivsten Wirtschaftsstand­orten, Arbeitsorten und Lebensräumen der Schweiz zählt.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Steuern

Nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform III im Februar 2017 lancierte der Bundesrat die Steuervorlage 17 (SV17). Die SV17 führt zu einem Umbau des Unternehmenssteuerrechts, weil es nicht mehr internationalen Standards und Erwartungen entspricht. Der politische Prozess für die kantonale Umsetzung der SV17 hat begonnen. Der Kantonsrat berät das Geschäft voraussichtlich im Frühling 2019. In Kraft treten soll die Vorlage per 1. Januar 2020.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Infrastruktur

Die Zentralschweizer Kantone, so auch der Kanton Zug, setzen sich für die rasche Realisierung des Zimmerberg-Basistunnels 2 sowie des Durchgangsbahnhofs Luzern ein. Die beiden Mobilitätsprojekte sind Gegenstand des Bahnausbauschritts 2030/35, über den das Bundesparlament voraussichtlich im Frühling 2019 befindet. Der Zimmerberg-Basistunnel 2 sorgt auf der Achse Zürich–Zug–Luzern für deutlich mehr und schnellere Bahnverbindungen. Auch Zuger Unternehmen investieren in Zug erhebliche Mittel in neue Infrastruktur (Produktionsstandorte, Cyber Security, F+E Zentren).

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Schwerpunkte

Jede Partei verfügt über ein anderes Parteiprogramm und setzt unterschiedliche Schwerpunkte und Prioritäten.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Vorname/Name: Barbara Gysel
Alter: 41
Partei: SP
Berufliche Funktion: Geschäftsleitungsmitglied bei der Stiftung Kinderschutz Schweiz; aktuell Promotion im Managementbereich
Politische Ämter: Kantonsrätin und Mitglied Grosser Gemeinderat Stadt Zug, Präsidentin SP Kanton Zug
Weitere Ämter: Präsidentin WWF Zug, Vorstand Schw. Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz, Vorstand Verein «FRW Interkultureller Dialog»

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die Schweiz ist eine kleine offene Volkswirtschaft und Zug ein hyperoffener globaler Hotspot. Diese Offenheit mit flankierenden Massnahmen ist überlebenswichtig für Wirtschaft und Gesellschaft. Autarkie-Allüren gegen den freien Wirtschafts-, Personen- und Dienstleistungsverkehr sind fehl am Platz.

Wo würden Sie als Regierungsrätin Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Der Internationale Währungsfonds schlägt mehr Umverteilung zwecks Effizienz und Wirtschaftswachstum vor, siehe dazu meinen Zentralplus-Politblog «Umverteilung kurbelt Wachstum an». Dieser neue Ansatz ist gerade auch für Zug attraktiv, um die Standortqualität integral und nachhaltig zu sichern.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Die Steuervorlage 17 ist ein typisch helvetischer Mittelweg. In Zug braucht‘s einen Kompromiss zwischen Standortwettbewerb und der Ausschöpfung des steuerlichen Ressourcenpotenzials. Tiefere Unternehmenssteuern und neue Privilegien allein bringen noch nicht den wirtschaftlichen Erfolg, siehe Luzern.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Wir brauchen tatsächlich smarte Mobilitätskonzepte, die bauliche Massnahmen und das individuelle Verhalten berücksichtigen. Im Gegensatz zur hochstehenden Verkehrsversorgung sind wir ein Entwicklungsland punkto Kinderbetreuungsinfrastrukturen. Das wäre smart und erhöht das Erwerbsvolumen von Frauen.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Das Gesellschaftsmodell Zug beruht auf Offenheit und Vielfalt – auch ökonomisch. Ich trete ein für einen Wirtschaftskanton, der seine soziale und ökologische Verantwortung auch global wahrnimmt. Wirtschaft und Steuerpolitik, Klimaschutz, Migration und Bildung und Kultur sind mir besonders wichtig.

www.barbaragysel.ch

Vorname/Name: Andreas Hostettler    
Alter: 50
Partei: FDP    
Berufliche Funktion: Unternehmer    
Politische Ämter: Kantonsrat, Präsident FDP.Die Liberalen Zug
Weiter Ämter: Bürgerrat Baar

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Der Zuger Regierungsrat hat leider wenig Einfluss auf internationale Vereinbarungen. Deshalb gilt es in erster Linie optimale Rahmenbedingungen für Wirtschaft und die Unternehmen im eigenen Einflussbereich, dem Kanton Zug, zu schaffen. Als Unternehmer bringe ich die Voraussetzungen dafür mit.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Die Verwaltung muss die Strategie als unkomplizierter Dienstleister für die Wirtschaft weiter stärken und ausbauen. Der «Spirit of Zug», der Branchenmix mit diversen Clustern, die Innovationskraft soll weiter gefördert werden. Rahmenbedingungen und Standortfaktoren laufend überprüfen und anpassen.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Dass der Gewinnsteuersatz für KMU auf 12 Prozent gesenkt werden soll, ist richtig und zu begrüssen. Aber Steuervorlagen sind äusserst komplexe Geschäfte. Eine politisch tragfähige Lösung soll dafür sorgen, dass der Kanton Zug für alle Unternehmen attraktiv und konkurrenzfähig bleibt.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Der Kanton Zug ist schnell gewachsen. Die Infrastruktur, gerade im Bereich Verkehr, hat teilweise nicht mit der Entwicklung mithalten können. Es sind jetzt vernetzte Lösungen zwischen allen Verkehrsträgern und der Raumplanung anzustreben. Ausbaupotential und Luft nach oben ist vorhanden.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Als Firmengründer und Unternehmer stehe ich mit Überzeugung für ein freies Unternehmertum. Ich trete für einen schlanken Staat, ein hervorragendes Bildungssystem, die Förderung neuer Technologien und eine liberale Wirtschaftsordnung ein.

www.andreashostettler.ch

 

 

Vorname/Name: Andreas Hürlimann
Alter: 35
Partei: Alternative – die Grünen     
Berufliche Funktion: Betriebsökonom
Politische Ämter: Kantonsrat, Gemeinderat (Vorsteher Bau und Umwelt)    
Weitere Ämter: Mitglied des Beirats von bildxzug, Vorstand Drogenforum Zug, Präsident der Interparlamentarischen Fachhochschulkommission IFHK Hochschule Luzern, Delegierter des Zweckverbands der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen (ZEBA)

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Erhalt der bilateralen Verträge, also Nein zur Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit. Förderung fairer Handelsabkommen mit weiteren Staaten. Unterstützung verlässlicher und planbarer Entwicklungen in Zug und der Schweiz.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Bildung für alle ist zentral; gut ausgebildete Fachkräfte. Grüne Natur als Zuger Standortplus. Gute Verkehrsanbindung, das heisst u.a. möglichst rasche Realisierung des Bahnausbaus nach Zürich, aber auch nach Luzern. Bessere Möglichkeiten für Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Langfristige Ausrichtung der Steuerpolitik. Grosse Steuergefälle sind für den Zusammenhalt unserer Schweiz nicht förderlich. Internationale Standards und Entwicklungen müssen berücksichtigt werden. Die Balance zwischen Profit und Fairness, zwischen Einnahmen und Ausgaben ist mir wichtig.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Umweltgerechte Mobilität, preisgünstiger Wohnungsbau, damit alle Bevölkerungs-Schichten in Zug leben und wohnen können. Im Rahmen der angedachten Gesamtverkehrs- und Mobilitätsplanung muss unbedingt auch der Gütertransport (u.a. Anlieferungen im städtischen Bereich u.v.m.) seinen Platz haben.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Wachstum soll mit Lebensqualität einhergehen. Fortschritt ist für mich deshalb mehr als Asphalt und Beton. Grüne Freiräume schaffen Lebensqualität. Um die steigenden Mobilitätsbedürfnisse bewältigen zu können, führt die kluge Kombination sämtlicher Verkehrsmittel zu nachhaltigen Lösungen.

www.andy-huerlimann.ch
 

 

 

Vorname/Name: Martin Pfister
Alter: 55
Partei: CVP
Berufliche Funktion: Regierungsrat, Vorsteher Gesundheitsdirektion des Kantons Zug
Frühere berufliche Funktion: Geschäftsführender Partner
Mandate: Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz (ZGSDK-G), Vorstandsmitglied der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK)

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU sind für beide Seiten eine Erfolgsgeschichte. Ich lehne deshalb Bestrebungen zur Kündigung dieser Verträge klar ab. Auch wenn die EU der wichtigste Handelspartner ist, sind weitere Freihandelsabkommen mit anderen Märkten ins Auge zu fassen.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Neben wettbewerbsfähigen, steuerlichen und regulatorischen Faktoren braucht es ein wirtschaftsfreundliches Klima und leistungsfähige bzw. kompetente Behörden. Als Lebensraum und Wohnort muss sich Zug bezüglich Bildung, Sicherheit, Infrastrukturen und Gesundheitswesen auszeichnen.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Eine rasche Umsetzung der SV17 ist entscheidend, um den ansässigen Unternehmen Rechtssicherheit zu garantieren. Die Unternehmenssteuern sollen international wettbewerbsfähig bleiben. Die Reform muss für den Kanton aufkommensneutral sein und darf zu keinen Mehrbelastungen für die natürlichen Personen führen.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Die geplanten Strassenbauvorhaben zielstrebig abschliessen. Der neue ZVB-Stützpunkt soll ein Zentrum für innovative Entwicklungen im Regionalverkehr werden. Nach der Sanierung der Kantonsschule Menzingen auch die Kantonsschule Zug schnell sanieren und den Neubau des Gymnasiums in Cham umsetzen.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Als Gesundheitsdirektor liegt mir eine ausgezeichnete und bezahlbare Gesundheitsversorgung am Herzen. Medizinische Leistungen sollen für alle unkompliziert, schnell und auf Topniveau zugänglich sein. Die Prämienbelastung in Zug bleibt auch in Zukunft vergleichsweise tief.

www.martin-pfister.ch

Vorname/Name: Stephan Schleiss    
Alter: 46
Partei: SVP    
Berufliche Funktion: Regierungsrat, Vorsteher der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug
Frühere berufliche Funktion: Vizedirektor
Mandate: Präsident Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK), Präsident Interkantonale Lehrmittelzentrale, Präsident Kantonalkomitee Zug der Stiftung Junge Auslandschweizer, Stiftungsrat ALIMENTARIUM Vevey

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Vergessen wir nicht, dass die Schweiz die drittwichtigste Destination von Warenexporten der EU ist - nach den USA und China. Für den Handel mit der EU ist der bilaterale Weg der richtige Weg. Die automatische Rechtsübernahme lehne ich ab. Global führt der Weg über Freihandelsverträge.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Die bisherige Strategie hat sich bewährt: Nicht Einzelbranchen, sondern gute Rahmenbedingungen für alle im Fokus behalten. Konkret: attraktive Steuern, vielfältige Bildungsangebote, gute Infrastrukturen, effiziente und wirtschaftsnahe Verwaltungskultur.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Es braucht einen aufkommensneutralen Umbau des Zuger Steuerrechts. Es muss einen für alle Firmen gleichen Steuersatz auf international konkurrenzfähigem Niveau geben. Die heute normal besteuerten Firmen zahlen künftig weniger, die heute privilegiert besteuerten Firmen bezahlen mehr.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Gute Infrastrukturen sind vor allem im Bereich des privaten und öffentlichen Verkehrs sowie bei der Bildung wichtig. Entsprechend lauten die Prioritäten für die nächsten Jahre: Umfahrung Cham-Hünenberg und Tangente (priv. Verkehr), Hauptstützpunkt ZVB (öff. Verkehr) sowie Kantonsschule Cham.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Vielfältige und durchlässige Bildungswege von hoher Qualität sind mir sehr wichtig. Wir dürfen nicht in die «Akademisierungsfalle» tappen. Den Fachkräftemangel lindern wir nicht mit einer Erhöhung der gymnasialen Maturaquote, sondern mit der Berufsbildung (Berufsmatura/Fachhochschulen).

www.stephan-schleiss.ch

 

 

Vorname/Name: Daniel Stadlin    
Alter: 64
Partei: glp
Berufliche Funktion: Architekt, Siedlungsplaner HTL    
Politische Ämter: Kantonsrat, Vizepräsident Grünliberale Partei (glp) Kanton Zug, Vorstand Grünliberale Partei (glp) Schweiz    
Weitere Ämter: Vorstand Nachbarschaft St. Michael, Zug    

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Auch wenn die Zuger Wirtschaft stark international ausgerichtet ist, hat der Kanton keine direkten Instrumente zur Beeinflussung des weltweiten Marktzugangs. Demzufolge habe ich auch kein Rezept, würde aber bei Notwendigkeit entsprechende Anliegen in die Konferenz der Kantonsregierungen einbringen.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Indem ich auf Optimierung der Rahmenbedingungen setzen würde, insbesondere auf Finanzpolitik vor Steuerpolitik und Investition vor Sparpolitik, auf Steigerung der Dienstleistungsorientierung der kantonalen Verwaltung, auf öffentliche Innovationsförderung und auf Abbau gesetzlicher Überregulierungen.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Grundsätzlich sehe ich in dieser Disziplin keinen Handlungsbedarf. Die aufgrund der SV17 vom Regierungsrat geplante Revision des Steuergesetzes beurteile ich jedoch, trotz der fehlenden zinsbereinigten Gewinnsteuer und noch bestehenden Unsicherheiten, in Form und Inhalt als unumgänglich und richtig.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Unser Kanton hat bereits eine hervorragende Infrastruktur. Trotzdem braucht es prioritär ein zusätzliches Gymnasium in Cham, eine grundlegend verbesserte Situation beim Langsamverkehr in den Ortszentren und eine optimierte Organisation und bauliche Ausgestaltung des ÖV-Knotenpunktes beim Bahnhof Zug.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Ausgeglichene Finanzen, liberale Wirtschaft, flexibler Arbeitsmarkt, erfolgreiche Bildung und finanzierbare Sozialpolitik sind mir sehr wichtig. Ebenfalls liegen mir landschaftsschonende Raumplanung, umsichtige Verkehrs- und Siedlungsplanung sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien am Herzen.

www.danielstadlin.ch

Vorname/Name: Heinz Tännler
Alter: 58
Partei: SVP
Berufliche Funktion: Regierungsrat, Vorsteher Finanzdirektion des Kantons Zug
Frühere berufliche Funktion: Rechtsanwalt und Notar
Mandate: Vorstand Zuger Pensionskasse, Präsident OK Eidg. Schwing- und Älplerfest 2019

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die Zuger Wirtschaft ist bekannt für einzigartige Leistungen. Dafür braucht es flexible Rahmenbedingungen und ein innovatives Umfeld. Zug muss neue Geschäftsmodelle mit möglichst wenigen Barrieren ermöglichen. Offene Märkte – über Europa hinaus – sind somit essenziell.

Wo werden Sie als Regierungsrat Akzente setzen um die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Zug zu stärken?

In Zug sind international wichtige Unternehmungen angesiedelt. Darum gilt es, deren Vernetzung zu fördern, um Innovation und ein Verständnis für offene Märkte zu schaffen. Zudem braucht es auch künftig ein international attraktives steuerliches Umfeld und zurückhaltende Regulierung.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Zug muss international attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben. Bei Annahme der Steuerreform 17 braucht es einen Gewinnsteuersatz von rund 12 Prozent für Unternehmen, denn Zug beheimatet international höchst umworbene Unternehmen aus verschiedenen Branchen, deren Abwanderung vermieden werden muss.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Um attraktiv zu bleiben, muss die Infrastruktur für den öffentlichen und den Individualverkehr mit dem Wachstum Schritt halten. Nichts anderes gilt für die Bildung. Der Bau eines Gymnasiums im boomenden Ennetsee verdient deshalb eine wohlwollende Prüfung und Unterstützung.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Für den Erfolg unseres Kantons ist das Gesamtpaket entscheidend. Es müssen hervorragende Standortbedingungen in allen Bereichen geboten werden. Ein Exekutivpolitiker muss sich bei allen Themen konstruktiv einbringen. Besonders nah sind mir die Finanzen, Infrastrukturthemen sowie die Bildung.

www.heinz-taennler.ch

 

 

Vorname/Name: Silvia Thalmann-Gut
Alter: 57
Partei: CVP    
Berufliche Funktion: Unternehmensleiterin   
Politische Ämter: Kantonsrätin 
Weitere Ämter: Verwaltungsratspräsidentin der Schulen St. Michael Zug und der Zugerland Verkehrsbetriebe, Mitglied der aktienrechtlichen Revisionsstelle der Zuger Kantonalbank

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die Handelsbeziehungen mit unseren wichtigsten Wirtschaftspartnern müssen klar sein. Ich bin gegen Abschottung, befürworte den bilateralen Weg und somit auch ein Rahmenabkommen mit der EU und erachte Freihandelsabkommen als wichtige Instrumente, den Zugang zu weiteren Märkten zu sichern.

Wo würden Sie als Regierungsrätin Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Es braucht keine Abwendung von der bisherigen Politik, sondern deren Fortsetzung. Der heutige Dialog zwischen den Verantwortlichen von Wirtschaft und Politik muss gepflegt und gestärkt werden. Im konstruktiven Miteinander liegt ein grosses Potential.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Die Wirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Seit langem hat der Kanton Zug informiert, dass die Steuerbelastung für Unternehmen nach der Abschaffung der privilegierten Gesellschaften bei 12 Prozent liegen wird. Dieses Versprechen muss eingehalten werden.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Die Infrastruktur der ZVB datiert aus den 50er Jahren. Es ist Zeit für einen neuen Hauptstützpunkt. Mit einem neuen Mittelschulstandort in Cham reagieren wir auf das hohe Bevölkerungswachstum im Ennetsee. Und wir brauchen eine definitive Lösung für das Areal des ehemaligen Kantonsspitals.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Drei Themen liegen mir am Herzen: ein familienfreundlicher Lebensraum, unser duales Berufsbildungssystem und ein ausgeglichener Finanzhaushalt

www.thalmann-gut.ch

 

 

 

 



 

Vorname/Name: Beat Villiger
Alter: 61
Partei: CVP
Berufliche Funktion: Regierungsrat, Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zug
Frühere berufliche Funktion: Gemeindeschreiber/Notar, Treuhänder
Mandate: Vizepräsident Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD), Verwaltungsratspräsident Gebäudeversicherung Zug, Präsident Aufsichtskommission Strafanstalt Bostadel

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Im kleinen Kanton Zug bleiben wir so stark, wie es uns gelingt, die Bundespolitik zu stärken und hier Einfluss auf die Verhandlungen mit der EU zu nehmen. Ein exportorientiertes Land braucht den freien Handel. Ohne Wenn und Aber. Restriktionen sind der Anfang von wirtschaftlichen Depressionen.

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Zug zu stärken?

Zug ist attraktiv – doch der starke Zuzug nach Zug erzeugt Druck: aufs Bauland, auf die Mietpreise. Wir müssen darum zwingend eine Balance zwischen hoher Lebensqualität und wirtschaftlichem Wachstum erreichen – durch gezielte Massnahmen wie verdichtetes Bauen. Auch das gehört zum Zuger Kapital.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Die Attraktivität des Standortes Zug beruht auf mehreren Säulen. Sie müssen stabil bleiben. Einer dieser Pfeiler, die Unternehmenssteuer, ist dann stabil, wenn sie massvoll und im internationalen Recht verankert ist. Das verhindert juristische Unsicherheit und verschafft unternehmerische Weitsicht.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Technologische Innovationen und private Investitionen kann der Staat nicht erzwingen. Doch er muss Rahmenbedingungen schaffen, die Unternehmen nicht behindern, sondern ihnen Handlungsspielräume für neue und zukunftsorientierte Entwicklungen öffnet. Regieren bedeutet Zukunft möglich machen.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Die Stärke der Schweiz liegt in der direkten Demokratie und ihrem Aufbau: von unten nach oben, von der Gemeinde zum Bund. Dieses Prinzip hat unser Land stark gemacht; es bringt Vielfalt und Freiheit. Der Föderalismus hat zudem eine hohe Integrationsfunktion. Wir müssen ihn gezielt weiterentwickeln.

www.beat-villiger.ch

 

Vorname/Name: Florian Weber
Alter: 37 
Partei: FDP    
Berufliche Funktion: Unternehmer    
Politische Ämter: Kantonsrat (Fraktionschef), Präsident FDP Walchwil, GL-Mitglied FDP.Die Liberalen Zug

Welches ist Ihr Rezept, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Wichtig bleibt die Einbringung der Interessen und Wünsche der Zuger Wirtschaft und Politik auf nationaler Ebene. Nebst guten diplomatischen Verhandlungen ist ein reger internationaler Austausch bei Unternehmen über Verbände, Wirtschaftskammern zentral.   

Wo würden Sie als Regierungsrat Akzente setzen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Es ist wichtig, dass wir unser stabiles Umfeld für den Wirtschaftsstandort Zug stärken. Sei dies durch Optimierung und Ausbau der Infrastruktur und Verkehrsanbindungen, die Erhaltung der guten Dienstleistung durch die Behörden und die Verwaltung, sowie die Beseitigung des strukturellen Defizits.

Wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Gefordert sind national als auch international wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern und eine einfache, klare, stabile und unternehmerfreundliche Steuergesetzgebung, als Basis für die Planungssicherheit für Unternehmen. Die Situation muss dauernd den wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst werden.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Ihrer Sicht im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Zum Beispiel bei der Anbindung des Ägeritals und weiter bei den Zufahrten Walchwil und Cham. Zudem wird der Kanton durch das Nationale Lärmgesetz in Zukunft sehr gefordert sein. Sei dies in finanzieller, wie auch in bautechnischer Hinsicht.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Beseitigung des strukturellen Defizits und die Erhaltung der Standortattraktivität durch attraktive Rahmenbedingungen sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Zug.

www.fweber.ch

Partei: Alternative – die Grünen Zug   
Vorname/Name: Andreas Lustenberger, Präsident Alternative - die Grünen Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die bilateralen Abkommen müssen erhalten bleiben. Handelsbeziehungen sollen auf einem fairen, gleichberechtigten Fundament stehen und eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Wir setzen uns für eine starke Bildung, ein gutes ÖV-Netz, eine intakte Umwelt, bezahlbarer Wohnraum sowie gute Betreuungsangebote für Familien ein. Um ein Reputationsrisiko zu verringern fordern wir Zuger Unternehmen auf, Umweltstandards sowie Menschenrechte auf der ganzen Welt einzuhalten.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw.
wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Aufgrund des Zuger Steuerdumpings fehlen anderen wichtige Mittel. Die globale Ungleichheit schadet langfristig auch Zug: Handelspartner, andere Kantone und ausländische Standorte sollen sich und ihre Infrastruktur genauso entwickeln können. Nur so entsteht nachhaltiger Wohlstand für alle.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Leider kam es aufgrund der bürgerlichen Sparpakete zu einem Abbau im öffentlichen Verkehr. Hier muss eine umgekehrte Strategie gefahren werden und der ÖV muss weiter ausgebaut werden. Zudem sehen wir auch Potential im kantonalen Velonetz, weshalb wir die Veloinitiative im Juni 2018 lanciert haben.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Mit uns gibt es faire Verhältnisse, vernünftige Steuern und gerechten Handel – lokal und global. Dazu gehören auch Chancengleichheit, bezahlbare Kinderkrippen, Elternurlaub, Lohngleichheit, starke Bildung, bezahlbarer Wohnraum, clevere Verdichtung und einen starken ÖV.

www.gruene-zug.ch

 

Partei: CVP Kanton Zug
Vorname/Name: Monika Barmet, Vizepräsidentin CVP Kanton Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die CVP sieht im EU-Marktzugang eine grundlegende Bedingung für eine florierende Exportindustrie und unseren Wohlstand. Die Schweiz braucht ein Rahmenabkommen, das den Marktzugang sichert und gleichzeitig die Unabhängigkeit der Schweiz bewahrt. Verschiedene Initiativen gefährden unseren Wohlstand.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Zug wurde dank der CVP zu einem attraktiven und innovativen Wirtschaftsstandort. Wir setzen uns ein für ein wirtschafts- und innovationsfreundliches Klima und eine bürgernahe Verwaltung. Wir fordern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und fördern die verschiedenen Ausbildungen gleichwertig.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Unternehmen sichern in erster Linie unsere Arbeitsplätze. Wir wollen international konkurrenzfähige Unternehmenssteuern und Innovation steuerlich entlasten. Unser Wohlstand wird von Unternehmern, Arbeitnehmern und Staat partnerschaftlich erarbeitet, deshalb sollen alle gerecht daran teilhaben.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

In naher Zukunft haben Priorität: Der Zimmerbergtunnel, der Ausbau der Bahnhöfe und der Stadtbahn, Velowege in der Stadt und die Sanierung der Kantonsschule Zug. Die CVP will zudem visionäre Lösungen von digitalen Verkehrssystemen fördern und somit die bestehende Infrastruktur intelligent nutzen.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Zum Wohle des Mittelstandes und der Familien baut die CVP auf der Basis ihrer Werte Brücken für tragfähige Lösungen. Wir stehen ein für die Soziale Marktwirtschaft, Sicherheit, Chancengleichheit und für die Bewahrung der Umwelt. Wir bauen auf die Kraft freier, verantwortungsbewusster Menschen.

www.cvp-zug.ch

Partei: FDP.Die Liberalen Zug
Vorname/Name: Andreas Hostettler, Präsident FDP.Die Liberalen Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die FDP.Die Liberalen will den bilateralen Weg sichern und diesen im Interesse der Schweiz, unter der Wahrung unserer Souveränität, weiterentwickeln. Die bilateralen Verträge garantieren unserem Land eine massgeschneiderte Zusammenarbeit mit den Staaten der EU und dadurch einen freien Marktzugang.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen ist ein zentrales Anliegen. Dazu müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Innovations- und Investitionsfreudigkeit gefördert werden. Den sich wandelnden Bedürfnissen der Wirtschaft und neuen Technologien muss Rechnung getragen werden.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Wir setzen uns ein für attraktive und planbare Steuern. Die steuerliche Attraktivität des international ausgerichteten Standorts Zug für Unternehmen ist von grösster Bedeutung. Bei der Ausgestaltung der neuen Steuervorlage sind die Steuerhoheit der Kantone und die Interessen der Unternehmen zu wahren.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Verkehrsfragen können nur durch eine intelligente Kombination von Individualverkehr und ÖV bewältigt werden. Es gilt, das bestehende Verkehrsnetz zu optimieren. Dazu gehört der Halbanschluss Rotkreuz genauso, wie die sinnvolle Entflechtung von Fuss- und Velowegen vom motorisierten Verkehr.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der  nächsten Legislatur konkret bewegen?

Wir helfen mit, in der Raumplanung die beschlossene Verdichtung gegen innen umzusetzen. Zudem setzen wir uns für gute Rahmenbedingungen für Gewerbe und Unternehmen sowie für eine Offenheit für neue Technologien ein. In unserem Fokus bleibt eine starke zukunftsgerichtete Zuger Berufsbildung.

www.fdp-zg.ch

 

Partei: Grünliberale Partei (glp) Kanton Zug
Vorname/Name: Martin Zimmermann, Präsident Grünliberale Partei (glp) Kanton Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Direkte politische Vorstösse und Aktionen sind kantonal diesbezüglich nicht möglich. Wir stehen aber auf der Linie der glp Schweiz, welche gute Wirtschaftsbeziehungen mit der EU befürwortet. Wir stehen für ein institutionelles Rahmenabkommen, aber nicht zu jedem Preis.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Eine schlanke Verwaltung mit effizienten Zugängen für die Wirtschaft bereithalten. Attraktive Steuern, jedoch nicht als einziges Mittel. Gute Erschliessung und Anbindung an den Wirtschaftsraum Zürich/Flughafen. Neue Technologien fördern um endgültig vom Image «Briefkasten-Kanton» weg zu kommen.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Das Gesamtpaket von Steuern, Verwaltung und attraktivem Lebensraum ist entscheidend. Wir unterstützen die Anpassung des Steuergesetzes SV17 – mit gewissen Feinabstimmungen. Für den Kanton Zug mit den vielen internationalen Firmen ist eine gute/neue nationale Steuervorlage ein sehr wichtiger Punkt.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Die ÖV-Linie Zürich-Luzern mit Zimmerberg und mehr Stopps in Rotkreuz sind zentrale Elemente. Die Busverbindungen sollen eher ausgebaut statt gestrichen werden. Punktuell sind Verbesserungen wie P+R und andere Modelle des kombinierten MIV/ÖV (wie Veloverleih usw.) möglich.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Die kantonale Umsetzung der SV17 – sobald angenommen – ist schnell zu vollziehen. Neue und fortschrittliche Wirtschaftszweige sind wichtig für unseren Kanton und müssen von Regierung und Parlament gefördert werden. Der öffentliche Verkehr soll ökologisch optimiert werden.

www.zg.grunliberale.ch

Partei: SP Kanton Zug
Name: Zari Dzaferi, Vizepräsident SP Kanton Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Die SP hat sich national und kantonal stets für eine gute Zusammenarbeit mit der EU eingesetzt. Uns ist nämlich bewusst, dass die Schweiz keine Insel ist. Wenn wir die Demokratie in der Schweiz verteidigen und stärken wollen, müssen wir dort Einfluss ausüben, wo Wichtiges entschieden wird.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Zug ist nicht nur wegen der Steuerpolitik attraktiv. Wichtig sind auch qualifizierte Arbeitskräfte, eine verlässliche Verwaltung, eine gute Infrastruktur sowie ein breites Kultur- und Freizeitangebot. Gerade die SP hat sich eingesetzt, dass diese Faktoren nicht der Sparpolitik geopfert werden.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Die Unternehmenssteuern sollen so festgelegt werden, dass Aktionäre nicht zu einer steuerfreien Kaste werden, während Einkommen höher besteuert und öffentliche Leistungen abgebaut werden. Steuern müssen für alle fair und gemäss Bundesverfassung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechen.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Unser Kanton ist derart gewachsen, dass die Infrastruktur kaum mithalten konnte. Der öffentliche Verkehr muss ausgebaut werden, um als Alternative zum MIV attraktiver zu werden. Grundsätzlich sollte vermehrt über die Gemeindegrenze hinaus geplant werden, um den knappen Raum besser zu nutzen.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Wir werden erneut gezwungen sein, uns gegen eine Sparpolitik zulasten der Bevölkerung und der Natur einzusetzen. Auch werden Vorstösse zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf, zur Transparenz in der Politik sowie zum ZFA diskutiert. Die Bevölkerung wird zur Raum- und Ortsplanung mitentscheiden können.

www.sp-zug.ch

Partei: SVP Kanton Zug
Vorname/Name: Nationalrat Thomas Aeschi, Präsident SVP Kanton Zug

Welche Akzente setzt Ihre Partei, damit die Zuger Wirtschaft ihre Produkte weiterhin barrierefrei in die EU sowie andere Märkte exportieren kann?

Ein Ja zur Selbstbestimmungsinitiative ist ein Ja zur Direkten Demokratie: Die Schweizer Stimmberechtigten bestimmen selbst, was gilt in unserem Land. Mit dem Rahmenabkommen würden wir gezwungen, EU-Gesetze automatisch und ohne direktdemokratische Mitbestimmung zu übernehmen. Die SVP lehnt dies klar ab.

Was unternimmt Ihre Partei, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zug zu stärken?

Der wirtschaftliche Erfolg von Zug ist die Konsequenz der Schweizer Selbstbestimmung. Wenn der Bürger weiterhin direktdemokratisch bestimmen kann und wir internationale Verträge nur auf Augenhöhe abschliessen, werden die Schweiz und der Kanton Zug auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich sein.

Welche Haltung nimmt Ihre Partei in Bezug auf die Besteuerung von Unternehmen ein bzw. wie sollen die Unternehmenssteuern im Kanton Zug künftig ausgestaltet sein?

Mit dem vom Regierungsrat vorgesehenen Unternehmensgewinnsteuersatz von rund 12 Prozent bleibt Zug für Schweizer KMUs und internationale Firmen weiterhin kompetitiv. Die SVP fordert, dass die Steuerbelastung für private Personen im Rahmen der Umsetzung der Steuervorlage 17 keinesfalls erhöht wird.

In welchen Bereichen der Infrastruktur gibt es aus Sicht Ihrer Partei im Kanton Zug Handlungsbedarf?

Aufgrund der hohen Zuwanderung benötigt der Kanton Zug zusätzliche Investitionen bei der Verkehrsinfrastruktur und im Bildungsbereich (Bau eines zusätzlichen Gymnasiums in der Gemeinde Cham). Nicht zu unterschätzen sind auch Investitionen in die Digitalisierung der kantonalen Verwaltung.

Welche Schwerpunkte setzt Ihre Partei bzw. was möchte Ihre Partei in der nächsten Legislatur konkret bewegen?

Die SVP kämpft für einen schlanken Staat mit niedrigen Steuern, Gebühren und Abgaben. Sie wehrt sich gegen die Aufhebung von Parkplätzen, auf die das Gewerbe angewiesen ist. Zur Erhöhung der Sicherheit sind verurteilte ausländische Straftäter und abgewiesene Asylbewerber konsequent auszuschaffen.

www.svp-zug.ch

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